Über mich
Hi, ich bin Juliana.
Du kannst mich aber auch Juls nennen.
Ich bin Wirtschaftspsychologin und interessiere mich vor allem für eine Frage:
Was hilft Menschen dabei, ihr Leben so zu gestalten, dass es zu ihnen, ihren Beziehungen, ihrer Arbeit und ihrer jeweiligen Lebensphase passt?
Mein eigener Weg war alles andere als geradlinig. Und genau darin liegt heute eine meiner Stärken: Ich kenne unterschiedliche Lebensrealitäten, berufliche Rollen und herausfordernde Phasen nicht nur aus der Theorie. Diese Erfahrungen haben meinen Blick auf Menschen, Arbeit, Beziehungen und unterschiedliche Lebensphasen geprägt.
Mein Weg war nie nur eine Richtung
Ich habe schon früh in unterschiedlichen Arbeitswelten jahrelang Erfahrungen gesammelt, von Gastronomie, Promotion und Einzelhandel über internationales Modeln bis hin zu späteren Tätigkeiten in Marktforschung, Kundenkommunikation und Vertrieb.
Parallel zu unseren Jobs als Angestellte bauten mein Mann und ich unsere erste Selbstständigkeit im Network Marketing auf. Wir berieten Kund:innen, bauten und führten Teams, schulten Menschen, gaben Seminare und Workshops und entwickelten schließlich internationale Strukturen.
Dabei habe ich früh erlebt, wie unterschiedlich Menschen mit Motivation, Zielen, Verantwortung, Druck, Zusammenarbeit und Rückschlägen umgehen.
Später kam eine zweite, ganz andere unternehmerische Welt hinzu: eine eigene GmbH mit zunächst softwarebezogenen Projekten und später der Entwicklung und Herstellung eigener Produkte. Dort trugen wir strategische und operative Verantwortung, von Geschäftsentwicklung und unternehmerischen Entscheidungen über Rohstoffe, Produktion und Logistik bis hin zu Vertrieb und dem fertigen Produkt im Regal.
Wenn ich heute darauf zurückblicke, war das ein ziemlich außergewöhnlicher Weg. Wir kamen beide nicht aus klassischen Unternehmerbiografien. Wir mussten in diese Verantwortung hineinwachsen, uns vieles selbst erarbeiten, lernen, ausprobieren und Entscheidungen treffen, lange bevor wir uns dafür „fertig“ fühlten.
Diese Erfahrungen haben meinen Blick auf Arbeit geprägt. Berufliche Probleme lassen sich nicht immer mit einem einfachen „Dann mach weniger“ oder „Dann kündige eben“ lösen. Manchmal braucht es zuerst einen ehrlichen Blick darauf, was belastet, was verändert werden kann und welche Konsequenzen unterschiedliche Entscheidungen tatsächlich haben.
BUTTON: Beruf, Stress & Vereinbarkeit
Das Leben hat meinen Blick erweitert
2015 wurde ich Mutter. Als unsere Tochter noch ein Baby war, erkrankte mein Mann schwer. Was zunächst wie eine akute Krise begann, begleitete uns über Jahre und beeinflusste gleichzeitig Gesundheit, Familie, finanzielle Möglichkeiten und berufliche Pläne.
2020 wurde unser Sohn geboren und es folgte eine weitere intensive Familienphase, mitten in Corona und über längere Zeit mit wenig alltäglicher Entlastung.
Ich glaube an Selbstwirksamkeit, aber nicht daran, dass wir alles kontrollieren können.
Ziele und Wünsche brauchen Ressourcen: Zeit, Energie, Geld, Gesundheit, mentale Kapazität oder schlicht jemanden, der einem den Rücken freihält.
Und nicht jedes Ziel passt in jede Lebensphase gleich gut.
Lebenskunst bedeutet für mich deshalb nicht, schwierige Bedingungen schönzureden.
Sondern zu unterscheiden: Was ist gerade wirklich da? Was kann ich beeinflussen? Was braucht vielleicht Akzeptanz? Und wo kann trotzdem wieder Gestaltung entstehen?
Warum Wirtschaftspsychologie?
Die Entscheidung für mein Studium entstand nicht aus einem perfekten Karriereplan, sondern mitten im echten Leben, mitten in unserer ersten großen Lebenskrise, als klar wurde, dass mein Mann chronisch und unheilbar erkrankt ist.
Mich interessierte schon sehr früh, warum Menschen denken, fühlen und handeln, wie sie es tun. Bei uns zu Hause gab es viele Bücher, und schon mit etwa elf Jahren begann ich, mich durch ganz unterschiedliche Themen zu lesen, von Psychologie, Kommunikation und Verkauf über Gesundheit und Naturheilkunde bis hin zu Spiritualität und persönlicher Entwicklung. Nicht alles davon begleitet mich heute auf die gleiche Weise, aber diese frühe Neugier auf Menschen, Verhalten, Leben und unterschiedliche Sichtweisen ist geblieben.
Und irgendwie habe ich dieses Wissen nie nur für mich gesammelt. Schon früh habe ich gerne zugehört, mitgedacht und Menschen in meinem Umfeld Tipps und neue Perspektiven rund ums Leben gegeben. Heute darf genau das, fachlich fundiert und professionell, ein Teil meiner Arbeit sein.
Später kam die praktische Erfahrung dazu. Wirtschaft, Führung, Zusammenarbeit, Vertrieb und Verantwortung kannte ich bereits aus meinem eigenen Berufsleben, bevor ich begann, Wirtschaftspsychologie zu studieren.
Wirtschaftspsychologie verbindet genau diese Welten.
Ich habe meinen Bachelor mit fachlichem Schwerpunkt im Personalbereich abgeschlossen und mein Wissen zusätzlich durch eine Weiterbildung im Bereich Psychologische Beratung und Coaching vertieft. Lernen hört für mich damit nicht auf. Ich möchte mich auch künftig regelmäßig weiterbilden und mein Wissen fachlich weiterentwickeln.
Im Studium habe ich mich unter anderem mit Stress, Motivation, sozialer Unterstützung, Selbstwirksamkeit, Lebenszufriedenheit, Work-Life-Balance und der Schnittstelle zwischen Arbeits- und Privatleben beschäftigt.
In meiner Bachelorarbeit untersuchte ich bei 202 Erwerbstätigen, wie private und berufliche soziale Unterstützung mit Stresserleben, Lebenszufriedenheit und allgemeiner Selbstwirksamkeit zusammenhängt.
Auch wissenschaftlich wurde für mich dadurch noch einmal deutlich:
Menschen leben nicht in getrennten Schubladen.
Arbeit, Privatleben, Beziehungen und soziale Ressourcen können sich gegenseitig beeinflussen.
Wie ich heute auf Menschen schaue
Du bist für mich nicht nur Arbeitnehmer:in, Mutter oder Vater, Partner:in, Führungskraft oder „jemand mit Stress“. Menschen tragen mehrere Rollen, Bedürfnisse, Beziehungen und Lebensbedingungen gleichzeitig.
Vielleicht kommst du mit einem beruflichen Thema und wir merken, dass fehlende Erholung zu Hause mit hineinspielt. Vielleicht geht es zunächst um Familie und dahinter liegt eine berufliche Entscheidung. Vielleicht belastet dich eine Beziehung, obwohl du dachtest, dein eigentliches Problem sei der Stress im Alltag.
Vielleicht ist auch einfach random ein Problem in dein Leben geplatzt. Ein Streit, ein Konflikt, eine schwierige Person oder eine unangenehme Situation. Manchmal ist es gar nicht das große Lebensthema, sondern etwas, das plötzlich da ist, Energie zieht und sich auf andere Bereiche auswirkt.
Vielleicht geht es um Überforderung, Selbstzweifel, fehlende Grenzen, Gesundheit, finanzielle Sorgen oder einfach um das Gefühl, dass dein Leben gerade nicht mehr richtig zu dir passt.
Vielleicht weißt du noch gar nicht genau, wo dein eigentliches Thema beginnt.
Und manchmal lohnt sich noch eine andere Frage:
Was braucht dieser Mensch eigentlich, und passt das Umfeld überhaupt zu ihm?
Denn Menschen unterscheiden sich darin, wie sie wahrnehmen, verarbeiten, reagieren und welche Bedingungen ihnen guttun. Auch unterschiedliche Arten der Wahrnehmung und Verarbeitung, Hochsensibilität oder neurodivergente Familienrealitäten können dabei eine Rolle spielen.
Dabei geht es mir nicht darum, jeden Menschen in eine Schublade zu stecken. Im Gegenteil. Es geht darum, genauer hinzuschauen, bevor wir vorschnell entscheiden, was eigentlich verändert werden müsste.
Genau deshalb schauen wir nicht nur auf einen einzelnen Lebensbereich, sondern darauf, was bei dir gerade zusammenwirkt.
Meine Arbeit soll psychologisch fundiert sein, aber nicht theoretisch klingen. Ich möchte psychologisches Wissen so übersetzen, dass du dich selbst und deine Situation besser verstehst und daraus Lösungen und Entscheidungen entwickeln kannst, die in deinem echten Leben funktionieren.
Meine Haltung
Ich glaube daran, dass wir uns entwickeln dürfen, ohne uns ständig optimieren zu müssen.
An Selbstwirksamkeit, ohne so zu tun, als könnten wir alles kontrollieren.
An Verantwortung für das, was wir beeinflussen können, und an Akzeptanz für das, was gerade nicht in unserer Hand liegt.
An Unterstützung und daran, dass wir nicht alles allein tragen müssen.
An Hoffnung, ohne schwierige Dinge schönzureden.
Und an ein gutes Leben, das nicht immer größer, erfolgreicher oder perfekter werden muss, sondern stimmiger.
Für mich bedeutet persönliche Entwicklung deshalb nicht, immer mehr aus sich machen zu müssen.
Sondern sich selbst besser zu verstehen, bewusster zu leben und Schritt für Schritt stimmiger zu werden.
Daraus ist Lebenskunst mit Juls entstanden
Aus psychologischem Wissen und wissenschaftlicher Arbeit. Aus Wirtschaft, Führung und Unternehmertum. Aus Familie, Beziehungen und unterschiedlichen Lebensphasen. Aus Erfolgen, Krisen, Veränderungen und Neuanfängen.
Und aus der Erkenntnis, dass ein Mensch selten nur „ein Thema“ hat.
Ich möchte dir nicht erzählen, wie dein Leben aussehen müsste. Ich möchte psychologisches Wissen verständlich machen, mit dir Zusammenhänge erkennen und gemeinsam herausfinden, was zu dir, deinen Bedürfnissen, deiner Lebensphase und deinen tatsächlichen Möglichkeiten passt.
Ohne Good-Vibes-Zwang.
Ohne den Anspruch, dass wir alles kontrollieren können.
Aber auch ohne die eigene Gestaltungskraft aus den Augen zu verlieren.
Vielleicht ist genau das Lebenskunst:
Mit dem Leben arbeiten, das wirklich da ist, ohne aus den Augen zu verlieren, wie du leben möchtest.